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John S. Spong, liberaler Theologe

Gilles Castelnau

Übersetzung Jean Gaspar

   John Shelby Spong ist ehemaliger episkopalischer (anglikanischer)  Bischof von Newark in den Vereinigten Staaten. Es ist erfrischend, ihn anzuhören, denn wenn er mit einem charmanten Lächeln von Gott spricht, wirkt sein Glaube ansteckend. Er befreit uns von einer einzig richtigen Denkweise die in den Kirchen üblich ist und unerträglich wird weil sie ein freies Denken  verhindert.

   Seine Theologie ist nicht neu, aber auf  genaue, Fragen aufwerfende Art, zeigt er dieAuffassungen die liberale Theologen seit Jahrzehnten äussern. Kipp und klar sagt er uns, ganz gelassen, was wir schon zu denken gewagt haben.

  Besonders aufgeschlossen zeigt er sich der homosexuellen Welt gegenüber. Während seiner Amtszeit hatte er schon Priester geweiht, die ihr „coming out“ vollzogen hatten: „sagt nicht, sie wären ein Problem, denn sie sind ein Segen:“

  Sein beindruckender Erfolg beweist, dass er bei denen die ihn hören, Vertrauen und Begeisterung erweckt, obwohl sie glaubten das Christentum würde aussterben. Es stimmt, pflegte er zu sagen, dass in der Kirche wie sie heute besteht, „die Geigen spielen während das Gebäude brennt“.

Besonders lehnt er die „theistische“ Auffassung ab, laut der Gott im Himmel ist, um, von aussen her, auf allmächtige Art in die Geschichte der Menschheit einzugreifen. „Man muss sich in Acht nehmen den Kindern so etwas zu lehren. Sie glauben leicht an das Übernatürliche der Märchen und verwerfen das ganze wenn sie erwachsen sind“.

   Er kritisiert die althergebrachten Glaubensbekenntisse, verfasst in einer Zeit und unter Umständen, die nicht mehr die unsrigen sind; besonders die Dogmen die Jesus-Christus betreffen- sein Opfertod, seine körperliche Auferstehung, seine Bezeichnung als Gottessohn, als zweite Person der Dreifaltigkeit, usw.

  Die Deutung von einem Opfer am Kreuz um die Sünden der Welt zu tilgen scheint ihm von einem primitiven, barbarischen Gott zu stammen.Er meint, dass die ersten Christen in der jüdischen Tradition des Yom Kippur befangen waren, nach der „das Lamm Gottes die Sünde der Welt tilgt“.

   Die biblische Erzählung einer vollkommenen, abgeschlossenen Schöpfung, aus der die Menscheit  durch die Sünde ausgestossen wäre, scheint ihm ein vor-darwinistischer Mythos. Darwin gab zu erkennen, dass die Schöpfung des Lebens  aus einem langen, endlosen Entwicklungsprozess entsteht;  Prozess, der seit den Formen eines primitiven Leben, immer komplizierter wird, dass es nie einen paradiesischen Zustand gab in dem der Tod nicht existierte: die Menschheit braucht also nicht  von einem Fall den es nie gab, erlöst zu werden.

   Sein Bild hängt in der Martin Luther King Kapelle des Morehouse College in Atlanta. Es hängt neben denen von Martin Luther King, von Mahatma Gandhi, von Nelson Mandela, Desmond Tutu, Rosa Parks, Jimmy Carter und anderen Leitfiguren der Menschenrechte.

                           

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À propos Gilles

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a été pasteur à Amsterdam et en Région parisienne. Il s’est toujours intéressé à la présence de l’Évangile aux marges de l’Église. Il anime depuis 17 ans le site Internet Protestants dans la ville.

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