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Heute, von Ostern reden

James Woody
Übersetzung Jean Gaspar

James Woody lässt uns verstehen , was Ostern für jeden von uns sein kann, eine Erinnerung, dass jede Trauer, egal von welcher Art, überstanden werden kann, dass ein Übergang, ein Weg vom Tod zu einem neuen, ausgefülten Leben möglich ist.

Jesus,so wie ihn die Evangelien beschreiben, stirbt nach dem Willen von religiösen Verantwortlichen. Diese sind eifersüchtig, dass ihre Macht durch diesen Mann herausgefordert werden könnte, nicht nur weil er bei der Volksmenge E rfolg hat, sondern auch, weil er Anspruch auf das Amt des Hohen Priesters erheben könnte, da seine Mutter, Maria, offensichtlich vom Stamme Levi ist. Jesus stirbt auch wegen der Besorgnis der politischen Führer, die Staatsräson und ihre Macht höher als das Recht schätzen. Welchen Anteil hat Gott am Tode Jesus ? Gott, der den Tod des Sündrs nicht wünscht, wünscht auch nicht den Tode des Unschuldigen.. Gott braucht unsere Opfer nicht, er wünscht keine Blutopfer, sondern erhofft unsere Demut. Ganz offensichtlich zeigt der Prozess Jesu die menschliche Verantwortung und die misslungenen Versuche Gottes, ein Staatsverbrechen zu verhindern. Nachdem Jesus den Pilatus darauf hingewiesen hatte, dass seine politische Macht , im Hinblick auf Erfordernisse ,die höher stehen als persönliche Interessen , bedacht werden muss, dass Entscheidungen gegenüber Gott getroffen werden, damit sie das Merkmal der Endgültigkeit erlangen, übernimmt es Pilatus, Jesus zu verteidigen . Aber es reicht nicht. Das Kreuz offenbart die Schwäche Gottes, der den Tod verhindern möchte und es nicht kann. Der Riss des Vorhangs im Tempel ist ein Zeichen daür. Gott trauert über den Tod Jesu und der Riss zeigt, dass dieser Tod nicht nach seinem Willen war.
Der Tradition nach, erfolgte der Tod Jesu am Freitag, laut der Reihenfolge der Ereignisse. Oft als „Karfreitag“ bezeichnet, beschreibt dieser Tag auch unsere Tage der Trauer, die auch Tage eines Bruches sind an denen wir tiefes Unrecht verspüren. Der Karfreitag redet von all den Prüfungen, die uns erdrücken und bei denen wir nicht wissen, ob wir uns wieder aufrichten können. Karfreitag redet zu den Kindern, deren Freundschaft verraten wurde. Karfreitag redet zu den Jugendlichen, die begreifen, dass ihre Eltern nicht die Muster von Erwchsenen sind, wie sie es sich vorgestellt hatten. Er redet auch zu denen, die feststellen , dass ein Vorhaben scheitert, er redet auch zu denen, die sich schon als Eltern sahen und die ein ärtzliches Gutachten plötzlich vor den Kopf schlägt. Sicher, Karfreitag redet auch zu all denen , die eben einen Angehörigen verloren haben.

Es ist möglich, aus der Trauer heraus zu kommen.

Jesus wird ins Grab gelegt. Die Evangelien erzählen nichts von der Auferstehung. Die Art der Auferstehung scheint unwichtig zu sein, denn es gibt nicht nur eine, einzige Art , aufzuerstehen. Hätten die Evangelien Einzelheiten angegeben, so wären wir versucht, darin ein Rezept zu sehen das man ganz mechanisch anwenden könnte. Doch ist die Auferstehung keine Wiederlebungs Methode. Was mich bettrifft? So denke ich nicht, dass ein Filmemacher eine Leiche hätte filmen können, als sie aufsteht und das Grab verlässt in das man sie gelegt hatte. Wenn der Evangelist erzählt, wie der Auferstandene durch geschlossene Türen geht, so ist das eine raffinierte Art zu bezeugen, dass der Körper Jesu nicht mehr derselbe ist wie zu seinen Lebzeiten. Jahrzehnte später machen uns die biblischen Redakteure aufmerksam auf die Wirkung dieses Ereignisses auf den engen Kreis seine Jünger: zutiefst verwirrt haben die Jünger Angst und, um sich zu schützen,hatten sie sich eingeschlossen. Frauen gehen zum Grab um den Leichnam einzubalsamieren und das kostbare Andenken an ihren Meister zu bewahren, diesen Meister der sie lehrte was leben wirklich heisst. Sie sind bereit, Reliquien zu verehren und haben nicht die Absicht, dass Tote die Verstorbenen beerdigen sollen.
War es am selben Tag, oder war es später ? Sicher ist, diese Gemeinschaft machte die Erfahrung, dass der Tod Jesu nicht das Ende war von dem, das er verkörpert hatte. Sicher, sie werden keinen körperlichen Kontakt mehr mit Jesus haben; sie werden ihn nicht mehr hören, so wie es täglich der Fall war; doch seine Worte erschallen wieder in ihrem Gewissen das aus seiner Erstarrung aufwacht. In diesem Sinne ist Jesus , wenn wir nicht vergessen, das „Grab“ im griechischen Text der Evangelien „mmemeion“ heisst, also „Denkmal, Gedächtnis“ bedeutet. nicht mehr in einem Teil des Gedächtnisses eingeschlossen. Jesus lebt, so wie eine Erinnerung lebhaft sein kann. Das bedeutet, Jesus ist nicht mit Andenken zu verwechseln die Staub ansetzen bevor sie endgültig verschwinden. Was Jesus verkörpert hatte bleibt tatkräftig und die seine Zeugen waren sind auch Nutzniesser davon: Maria ist auferstanden; sie war niedergeschlagen und hat sich erhoben … sie ist sogar fähig, den Jüngern zu verkünden, das ihre Hoffnung wirklich lebendig ist. Zwei Jünger, auf dem Weg nach Emmaus, wiederholen die letzten Worte, die sie erlebt haben, im Licht der Schrift. Und es kommt zu einer „metanoia“ – eine Vewandlung – oft übersetzt als „Bekehrung“, die sagt, dass unsere Intelligenz weiter reicht als das herkömmliche: die Jünger gehen tiefer in ihrer Erkenntnis der Lehre die sie gehört hatten. Ab jetzt sind sie fähig die Zeichen im täglichen Leben zu deuten und zu erkennen, was im Sinne eines Lebens ist, wie es Jesus vorgeschlagen hatte.

Eine Schöpfung, die zu vollenden ist.

Im Gegensatz zu den Prophezeinungen, berichten die Evangelisten, dass Jesus nicht drei Tage nach seinem Tod , sondern am dritten Tag auferstanden ist, also am ersten Tag der Woche, unserem Sonntag. Das ist eine interessante Art zu sagen, dass Gott nicht am Ende der Schöpfung ist, um unsere Welt erträglicher zu machen, um sie dem Chaos , dem ursprünglichen Durcheinander zu entreissen . Der Bericht in Genesis 1 ist bestimmt nicht ein Bericht über den Ursprung des Universums, sondern über den ersten Tag vom Rest unseres Lebens. Der Tag des Herrn ist der Tag an dem Gott in die Geschichte eintritt, in unsere persönliche Geschichte, uns erlaubt, aufrecht auf den Trümmern unserer Vergangenheit zu stehen und daraus etwas zu machen, das lebenswürdig ist. Ostern ist ein Zeichen für jeden Augenblick an dem wir das Leben willkommen heissen.

Für die Jünger der ersten Stunde gab es ein Ostern, das in der hebräischen Sprache Durchgang bedeutet. So wie das hebräische Volk die letzte Nacht in Ägypten, dem Land der Knechtschaft, erlebt hatte, gelingt es ihnen, einen Weg zu finden durch ein Leben das nur ein eigener Schatten war. Es ist möglich dieses Tal , vom Schatten des Todes beherrscht , zu durchqueren, es ist möglich , alle Zustände zu überwinden, in denen wir nur aus Angst, besonders aus Angst vor dem Tod, handeln, aber auch aus Angst, seine Stelle , seinen Besitz,seine Bequemlichkeit zu verlieren . Es ist möglich weiter zu gehen als dieses Leben in dem wir Sklaven unserer Zweifel sind. Die Jünger der ersten Stunde konnten anfangen am hellen Tage zu leben, in aller Freiheit, konnten andere Personen überzeugen ihnen zu folgen, sogar Personen die weitweg von ihrer Umgebung lebten. Das bezeugt der Bericht über Pfingsten. Auch wir können von unseren Ängsten befreit werden, wir können befreit werden von der Enge des Lebens in das wir eingesperrt wurden.
Die Jünger werden die Trauer überwinden, ein Muster für alle Überwindungen die wir selbst leisten können. Sie werden zu Aposteln von Ostern, sie verkünden, dass es möglich ist, in unserem Leben eine Wahl zu treffen zwischen dem wünscheswerten , gerechten und unseren Ängsten. Ostern offenbart, das, was Jesus Ausdruck brachte, die Liebe die er verkörpert hatte, entspricht der Hoffnung Gottes. Wenn die Evangelisten sagen, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hatte, wollen sie sagen, dass Gott tatsächlich im Mittelpunkt der Tätigkeit von Jesus stand, dass Gott seine Predigt, ohne wenn und aber, gut hiess, dass seine Worte uns noch helfen können, ein Leben zu gestalten, im Zeichen der Freude und der Gnade. Ostern bekräftigt, dass es Gott ist, der neue Lebensmöglichkeiten schafft, wenn unsere Geschichte am Ende scheint.

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À propos Gilles

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a été pasteur à Amsterdam et en Région parisienne. Il s’est toujours intéressé à la présence de l’Évangile aux marges de l’Église. Il anime depuis 17 ans le site Internet Protestants dans la ville.

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