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Die Pest – von Albert Camus

Jean-Marie de Bourqueney

Übersetzung Jean Gaspar

Wie alle anderen, habe auch ich im collège Werke bearbeitet. Wie bei vielen, glaubte auch ich, dass ich mich nicht mehr daran erinnern würde. Doch musste es zum Theologiestudium kommen, besonders zu einem Lehrgang über Apologetik (Dialog mit der Kultur) mit Professor Laurent Gagnebin, um plötzlich in meinem Gedächtnis die Erinnerung an ein Buch wachzurufen, das mich bis heute beschäftigt: „Die Pest“ -von Albert Camus, 1947 erschienen.Aus verschiedenen Gründen, hat mich die Frage des Bösen in Verbindung mit Gott, immer beschäftigt. Mit dieser Frage fand ich Zugang zu diesem Buch.
 Erninnern wir uns an die Handlung: eine Stadt (Oran)wird von einer Pestepidemie befallen; man riegelt die Stadt ab und dieser Ausschluss der Öffentlichkeit wird zum Schauspiel des menschlichen Betragens, angefangen bei der Selbtslosigkeit des Helden, dem Arzt Rieux, bis hin zum sadistischen Genuss eines Profiteurs, über die Feigheit desjenigen der fliehen will. Eine menschliche Komödie, so nahe an der Wirklichkeit. Jedoch, unter allen Anderen, hat mich ein Mann zutiefst gerührt : Pater Paneloux. Vor der Plage der Pest, lautet seine erste Predigt zu dem Thema: es ist eine von Gott gesandte Strafe, also haben wir sie verdient … Eine Theologie der Entlohnung ,die zum schlimmten Aspekt des Christentums passt, Gott „der Prüfungen schickt“. Albert Camus fand die Inspiration dazu in wirklichen Predigten! Doch, einige Seiten weiter, stirbt einOpfer in den Armen des Priesters: ein Kind! Kann man dann noch solche Horrormeinung behaupten ? Hätte Gott wirklich dieses Kind, „zu sich gerufen“, einer entsetzlichen Redewendung nach? Gewissenskrise, Glaubenskrise. Er hält eine zweite Predigt und ändert Alles Ab jetzt sucht er weder Erklärung noch Rechtfertigung. Vor der tragischen Wirklichkeit ruft er auf, sich um die Anderen zu kümmern. Erschütternd!
Aber das Werk bezieht sich auch auf das Umfeld der Zeit, auf die braune Pest der Nazis die Europa und die Welt angesteckt hatten. Albert Camus schreibt an Roland Barthes, der offensichtlich den Doppelsinn nicht verstanden hatte: „die Pest, von der ich wollte, dass man sie auf verschiedene Art lesen könnte, hat aber offensichtlich als Inhalt den Kampf des europäischen Widerstandes gegen den Nazismus.“
Mitten unter dem Bösen, taucht plötzlich Mitgefühl auf … gefolgt von der Tat !

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À propos Gilles

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a été pasteur à Amsterdam et en Région parisienne. Il s’est toujours intéressé à la présence de l’Évangile aux marges de l’Église. Il anime depuis 17 ans le site Internet Protestants dans la ville.

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